Billy Cobham zählt seit den siebziger Jahren zur Elite der Jazz-Rock-Drummer und spielte mit allen Größen der Jazzrock-Szene. Der Amerikaner war lange Zeit mein absoluter Lieblings-Schlagzeuger, den man an seinem präzisen, kraftvollen Stil sofort raushörte. Ich habe viele Konzerte mit ihm gesehen und war wirklich ein großer Fan. Nun bin ich das zweite Mal hintereinander aus dem Konzert gekommen und war tief enttäuscht.Ich hatte schon öfter das Gefühl, das ihn die Rolle als Bandleader und Composer überfordert, dieser Eindruck hat sich nach dem gestrigen Konzert manifestiert. Cobham schafft es nicht, seine jungen, aber wenig charismatischen Mitstreiter zu führen. So ganz anders als beispielsweise Marcus Miller, der eine Band-Kollegen zu Höchstleistungen anstachelt. Gestern hatte er u.a. 2 Keyboarder dabei (Steve Hamilton, Camelia Ben Nachur), die zwar ellenlange, uninspirierte Soli spielten, die aber wenig klanglichen Freiraum liessen und letztendlich wie ein riesiger Keyboard-Brei klangen. Weniger wäre da mehr gewesen. Insgesamt hatte ich den Eindruck, das die Kommunikation zwischen den Musikern fehlte, das musikalische Hin- und Her zwischen den Instrumentalisten. Cobham selbst ist zwar nach wie vor ein toller Schlagzeuger, dennoch finde ich sein Spiel nicht mehr zeitgemäß. Die vielen jungen Talente der US-Jazz- und Fusion-Szene sind ihm da mittlerweile enteilt. Oder ein Dennis […]
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Zum Konzert vom 29.11.2004 im Berliner Konzerthaus Schon beim Betreten dieser wundervollen Musik-Location wurde mir warm ums Herz! Und dann folgte noch ein wundervolles Konzert. Easy-Listening-Jazz, wundervoll präsentiert. Ein großartiger Klang, eine phantastische Band, es stimmte einfach alles. Brönner präsentierte sich nicht nur als großartiger Musiker, sondern auch als charmanter und sympathischer Entertainer, der das Publikum und seine musikalischen Mitstreiter gleichermaßen in seinen Bann zog. An seiner Seite waren echte Könner zu erleben, allen voran Wolfagng Haffner am Schlagzeug. Ein wahrer Virtuose mit unglaublichen Rhythmus, egal, ob Jazz oder Rock. Am Bass Christian von Kaphengst, ein Souverän, der dezent im Hintergrund für die tiefen Töne zuständig war. An Keyboards und Gitarre Roberto di Gioia und Bruno Müller, auch beides echte Könner! Und fürs stimmliche war neben Brönner die charmante Kim Sanders zuständig, die auch bei ihrem Solo-Titel mächtig gefallen konnte. Das Repertoire setzte sich aus Songs der aktuellen CD “That Summer” und aus älteren Stücken zusammen, dabei eigene als auch gecoverte Titel.   Till Brönner spielte Trompete, sang und half auch mal an den Keyboards aus. Dies tat im letzten Song aber auch der weltberühmte Joe Sample, der zuvor am Piano den Abend eröffnete! Es groovte, es rockte, es wurden […]
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Zum Konzert vom 5.11.04 Phillips wird im November in Deutschland auf einer von FANS organisierten Tournee sein. Es wird das erste Mal sein, dass Shawn Phillips in Deutschland auftritt. Viele die seine Musik seit 30 Jahre begleitet, können es kaum erwarten, den ersten Ton seiner legendären Gibson Double Neck zu hören. Seine Karriere begann bereits in den sechziger Jahren, als er Sitar (!) in der Band von Donovan spielte und zusammen mit Donovan unter anderem “Little tin soldier“ komponierte (zu finden auf zahlreichen Donovan-Compilations ). Shawn Phillips hat in den 70er Jahren neun äußerst erfolgreiche Langspielplatten auf dem Label A&M veröffentlicht, die bekannteste davon war “Second Contribution“ von 1971. In den 70er Jahren erreichte er durch dieses Album Kultstatus.Kenner nennen ihn heute noch in einem Atemzug mit Tim Buckley, Leonard Cohen oder Michael Nesmith. Nach seiner A&M-Zeit war er in den 80er Jahren bei RCA und veröffentlicht seit Anfang der neunziger Jahre nur noch auf kleinen Labels. Shawn Phillips hat 18 Alben veröffentlicht und kann Kontakte und Zusammenarbeit mit vielen respektierten Namen der Musikindustrie aufweisen. (Eric Clapton, Steve Winwood, Joni Mitchell, Donovan und viele andere) Immer nach musikalischer Exzellenz bestrebt , hat sich Phillips dem „kommerziellen Spiel“ verweigert, und behielt […]
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Was erwartet uns bei einem Solo-Konzert eines Jazz-Gitarristen? Diese Frage haben sich im Vorfeld bestimmt viele gestellt. Aber sämtliche Befürchtungen von Langeweile sind rasch verflogen. Zum Auftakt spielte Metheny 3 Songs mit wechselnden Gitarren, ein angenehmes Warm-Up.
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Schon die neue CD hat mich mit ihrem 70iger-Jahre-Groove sehr überzeugt. Das Konzert war noch eine Steigerung dazu. Eine abwechslungsreiche Mischung von sanften Balladen und Nummern, bei denen richtig die Post abging, alles in tollem Sound. Eine Band, die von der Rhythmusgruppe um den Ausnahmeschlagzeuger Wolfgang Haffner und den Bassisten Christian von Kaphengst getrieben wurden. Dazu Jasper Soffers am Fender Rhodes. Ich liebe diesen Sound! Brönner und sein alter Ego Magnus Lindgren am Saxofon lieferten sich schöne Konversationen mit ihren Blasinstrumenten, die mich das ein oder andere mal an die Brecker Brothers erinnerten. Der Fender Jazz Bass von Kaphengst lieferte eine solide Grundlage, war unaufdringlich und doch so allgegenwärtig. Gut 2 Stunden großartiger Jazz, der tanzbar war und richtig viel Spaß gemacht hat!
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War das nun schon das „Konzert des Jahres“ ?! Es hat jedenfalls ganz viel Eindruck bei uns hinterlassen! Marcus Miller, der schon bei Miles Davis gespielt hat und von diesem bestimmt in gewisser Weise geprägt wurde, umgeben von einer Horde junger Musiker, die vom Antlitz eher einer Schülerband als einer Jazz-Combo glichen. Aber gespielt haben sie wie die ganz großen!
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